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Welttag des Stotterns: Stottern kennt keine Grenzen

02.11.2013 Kommentare (0)

Stottern Japaner eigentlich auch? Ja, denn rund 1 Prozent der Weltbevölkerung ist von Stottern betroffen, allein in Deutschland sind es mehr als 800.000 Menschen. „Stottern beginnt meist im Kindesalter, ganz unabhängig von der kulturellen und sozialen Herkunft, in Afrika wird ebenso gestottert wie in Europa oder in den USA“, sagt Prof. Dr. Martin Sommer, Vorsitzender der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS). Am 22. Oktober wird daher seit 1998 der „Welttag des Stotterns“ begangen, der in diesem Jahr unter dem Motto „People who stutter – Supporting each other“ steht.

Genau diese gegenseitige Unterstützung beweisen die Stotterer-Selbsthilfegruppen und Betroffenenverbände rund um den Globus, die am „Welttag des Stotterns“ mit vielfältigen Aktionen um Akzeptanz werben und über die Sprechbehinderung aufklären. Das fast ausschließlich ehrenamtliche Engagement reicht von Infoständen und Tagen der offenen Tür über selbstbewusste Grußbotschaften in sozialen Netzwerken wie Facebook und YouTube bis hin zu einer weltweiten Onlinekonferenz. Die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe hat zum Welttag eine Plakat- und Postkartenkampagne gestartet. Das fröhliche Weltkugel-Motiv findet sich sowohl in öffentlichen Räumen als auch in Logopädischen Praxen. „Stottern kennt keine Grenzen und verbindet Betroffene“, erläutert Sommer, der selbst seit seiner Kindheit stottert, die Idee dahinter.

Obwohl Stottern sich individuell sehr unterschiedlich äußert, erleben stotternde Menschen überwiegend die gleichen Schwierigkeiten im Alltag. Sie werden verhöhnt oder ausgegrenzt und nicht selten in Schule und Beruf benachteiligt. „Stottern ist aber keine Sackgasse“, betont der Göttinger Neurologe Sommer. „Sowohl bei Kleinkindern als auch bei Senioren kann Stottern gut behandelt werden und auch der Kontakt zu anderen Betroffenen kann helfen“. Kontakt zu den rund 90 Stotterer-Selbsthilfegruppen in Deutschland für Betroffene ab 16 Jahren sowie zum bundesweit einzigen Eltern-Netzwerk vermittelt die Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe. Der gemeinnützige Verein ist die Interessenvertretung stotternder Menschen und bietet auch Unterstützung bei der Suche nach Stottertherapeuten sowie eine unabhängige Fachberatung zu Therapiemethoden für stotternde Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Weitere Informationen: www.bvss.de

Quelle: OTS: Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. vom 17.10.2013

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