mehrere Kinder

Programm Kinderrechte-Schulen Hessen wird ausgeweitet

07.02.2015 Kommentare (0)

Das Netzwerk der Kinderrechte-Schulen Hessen bekommt Zuwachs. Elf Grund- und weiterführende Schulen sind in das neue Ausbildungsprogramm „Auf dem Weg zur Kinderrechte-Schule" aufgenommen, das mit einer Fachveranstaltung am 4. Februar 2015 in Rosbach v. d. H. gestartet ist.

Der Verein Makista leitet das Netzwerk und wird dabei durch das Hessische Kultusministerium, die Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung, UNICEF Deutschland, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Zukunftsstiftung Bildung sowie weitere regionale Partner unterstützt.

Hessen setzt mit dem Projekt wichtige Impulse für die Bekanntmachung und Realisierung der UN-Kinderrechtskonvention bundesweit. Die Kinderrechte sind in Deutschland bisher nahezu unbekannt – nur 4 Prozent der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen „wissen genau, was das ist", ergab jüngst der Kinderreport des Deutschen Kinderhilfswerks. Als erstes Bundesland hat Hessen die Kinderrechte 2011 in den Referenzrahmen Schulqualität aufgenommen und sie damit als Qualitätsmerkmal guter Schulen anerkannt.

Seit der Netzwerkgründung im Jahr 2010 haben zehn Schulen aus dem Rhein-Main-Gebiet übertragbare Standards und Praxis-Beispiele zur nachhaltigen Umsetzung der Kinderrechte im schulischen Alltag geschaffen. Ihre Ideen und Erfahrungen sind nun Vorbild für die neuen Schulen aus Mittel- und Nordhessen: Die Ausbildungsmodule finden als Hospitationen und Fortbildungen an den bereits erfahrenen Kinderrechte-Schulen statt. So lernen Schulen von Schulen, aus der Praxis für die Praxis.

Das Netzwerktreffen am 4. Februar 2015 brachte die Lehr- und Fachkräfte, Schulleitungen und pädagogischen Partner aller 21 Kinderechte-Schulen zusammen. In Arbeitsgruppen und Workshops hatten sie Gelegenheit sich über die thematischen Inhalte des Programms zu informieren und sich auszutauschen.

Ann Kathrin Linsenhoff, Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland und Mitgründerin des Netzwerks, begrüßte die Teilnehmenden gemeinsam mit Jörg Meyer-Scholten, Leiter der Zentralabteilung des Hessischen Kultusministeriums und kommissarischer Leiter des Landesschulamtes. Einen Input zur Bedeutung der Kinderrechtsbildung an Schulen gab Prof. Dr. Lothar Krappmann, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und Mitglied des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes 2003 bis 2011. Für einen poetischen Ausklang sorgte der Gießener Liedermacher und Autor Fredrik Vahle.

Quelle: Pressemitteilung von Makista e.V. – Bildung für Kinderrechte und Demokratie vom 29.1.2015

 

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.