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Paritätischer legt eigenes Konzept zur Reform des Bildungs- und Teilhabepaketes vor

09.06.2014 Kommentare (0)

Als komplett gescheitert kritisiert der Paritätische Gesamtverband das vor über drei Jahren eingeführte Bildungs- und Teilhabepaket für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Anlässlich des aktuell in Berlin stattfindenden 15. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages legte der Paritätische ein eigenes Alternativkonzept zum Bildungspaket vor. Statt des bestehenden bürokratischen Gutscheinsystems, das hohe Hürden für die Inanspruchnahme erzeuge, schlägt der Verband die Einführung eines einklagbaren Rechtsanspruchs für alle Kinder auf Angebote der Jugendarbeit vor.

„Das Bildungs- und Teilhabepaket ist ein bürokratischer Murks, der an der Lebensrealität Heranwachsender ebenso vorbeigeht wie an den Strukturen vor Ort. Besonders die Musik- und Sportgutscheine haben sich als Luftnummer entpuppt und laufen vor Ort vielfach ins Leere“, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Mit der Verortung in der Arbeitsgrundsicherung bzw. Sozialhilfe habe der Gesetzgeber einen grundsätzlich falschen Weg eingeschlagen. „Junge Menschen sind keine kleine Arbeitslosen. Jugendhilfe gehört ins Jugendamt und nicht ins Jobcenter“, so Schneider.

Der Paritätische fordert in seinem Konzept „Kinder verdienen mehr: Kinder- und Jugendarbeit für alle!“ die Abschaffung des Bildungs- und Teilhabepaketes und stattdessen einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Teilhabe im Kinder- und Jugendhilfegesetz. Für Kinder im Hartz IV-Bezug und in anderen Haushalten mit niedrigen Einkommen sei zudem die Kostenfreiheit der Maßnahmen zu garantieren. „Damit jedes Kind die individuell bestmögliche Förderung erhält, brauchen wir einen radikalen Neustart in den Förderleistungen“, so Schneider.

Das „Erweiterte Konzept zur Sicherung des Existenzminimums und der Teilhabe junger Menschen“ sowie die Arbeitshilfe „Kinder- und Jugendarbeit für alle“ finden Sie unter: www.kinder-verdienen-mehr.de

Quelle: OTS: Paritätischer Wohlfahrtsverband vom 4.6.2014

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