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Kindersterblichkeitsreport von Save the Children

26.10.2013 Kommentare (0)

Die internationale Kinderrechtsorganisation Save the Children veröffentlicht heute den Report „Das Spiel mit dem Leben" über die Fortschritte zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit weltweit. Verglichen werden die 75 Länder, die fast alle vermeidbaren Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren verzeichnen. Im Bericht werden erstmals Verbesserungen zum Überleben von Kindern in Zusammenhang gesetzt mit der Nachhaltigkeit von politischen Maßnahmen wie Zugangsgerechtigkeit, d. h. ob die Verbesserungen alle Gruppen (Geschlecht, Region, Einkommen) gleichermaßen betreffen.

Niger, eines der ärmsten Länder weltweit, ist führend in der Bekämpfung von vermeidbaren Todesursachen bei Kindern unter 5 Jahre und belegt den ersten Rang. Trotz knapper Ressourcen und wiederkehrender Dürren hat das Land die Überlebensrate von Kindern unter fünf Jahren seit 1990 um fast zwei Drittel verbessert. Grund dafür ist eine Kombination aus kostenloser Gesundheitsfürsorge für Schwangere und Babys, Ernährungsprogrammen sowie einer universellen Basis Gesundheitsversorgung.

Am Ende der Rangliste finden sich Papua Neuguinea, Äquatorialguinea und Haiti mit einer schleppenden Verbesserung der Überlebenschancen von Kindern und geringen Investitionen in Gesundheits- und Ernährungsprogramme.

„Noch immer sterben 4 Millionen Kinder an vermeidbaren Todesursachen. Sie hätten gerettet werden können, wenn es keine Gerechtigkeitslücke geben würde und es z. B. eine Basis-Versorgung für alle geben würde – unabhängig von Einkommen, Region und Geschlecht. Zwar konnte die Kindersterblichkeit seit 1990 von 12 Millionen auf 6,6 Millionen verringert werden. Doch dürfen wir dabei die Kinder nicht vergessen, für die sich die Überlebenschancen nicht erhöht haben. Hier müssen wir ansetzen: Jedes Kind, das geboren wird, hat das Recht auf Überleben und Entwicklung“, betont Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland.

„Wir können im Kampf gegen die Kindersterblichkeit nur erfolgreich sein, wenn Neugeborenensterblichkeit und Mangelernährung, eine der grundlegenden Ursachen für den Hauptanteil aller Kindstode, in den einkommensschwachen Ländern deutlich reduziert werden. Von chronischer Mangelernährung sind weltweit 165 Millionen Kinder betroffen und seit 1990 ist die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen von 37 Prozent auf 44 Prozent angestiegen. Das sind 2,9 Millionen der 6,6 Millionen Todesfälle weltweit. Um die positiven Veränderungen zu verstärken, bedarf es dringend politischen Willens und einer ausreichenden Finanzierung“, erläutert Kathrin Wieland.

Die oberen 10 Länder: 1. Niger, 2. Liberia, 3. Ruanda, 4. Indonesien, 5. Madagaskar, 6. Indien, 7. China, 8. Ägypten, 9. Tansania, 10. Mosambik
Die unteren 10 Länder: 66. Komoren, 67. Guatemala, 68. Myanmar, 69. Turkmenistan, 70. Philippinen, 71. Lesotho, 72. Marokko, 73. Haiti, 74. Äquatorialguinea, 75. Papua Neuguinea

Quelle: OTS: Save the Children Deutschland e.V. vom 23.10.2013

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