mehrere Kinder

Jungen fühlen anders. Warum?

15.11.2014 Kommentare (0)

In der Schule wird bei einem Vergleich von Mädchen und Jungen oft festgestellt, dass Mädchen besser Gedanken, Gefühle und Stimmungen ausdrücken, sie können sich auch besser in die Hauptperson einer Geschichte hineinversetzen. Jungen tun sich mit solchen Aufgaben schwerer. Ist das nun durch den biologischen Geschlechtsunterschied bedingt?

Nein, sagen ForscherInnen von der Universität Surrey in ihrem Artikel im British Journal of Developmental Psychology online. Sie haben Unterhaltungen von 65 Müttern und Vätern mit ihren Kindern analysiert. Dabei stellten sie fest, dass Mütter häufiger emotional gefärbte Adjektive wie "traurig", "heiter", oder "unruhig" verwendeten, wenn sie mit ihren Töchtern redeten. Harriet Tenenbaum vom ForscherInnenteam zeigt die Folgen auf: "Zangsläufig haben aufwachsende Mädchen von Anfang an einen direkteren Zugang zu ihren Gefühlen." Und Werner Bartens, der Autor des Artikels in der SZ vom 13. November, von dem wir diese Aussagen und das Zitat übernommen haben, kommentiert: "Für Männer ist es schon ein Kreuz: Von klein auf werden sie weniger emotional auf die Fährnisse des Lebens vorbereitet - und dann müssen sie sich später ständig anhören, dass sie so wenig über ihre Gefühle reden."

Ihre Meinung ist gefragt!

Kommentar schreiben




Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.


Bitte schreiben Sie freundlich und sachlich. Ihr Kommentar wird erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet.





Ihre Angaben werden nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie im Impressum.