viele Hände im Sand, die aufeinander ausgerichtet sind

Balance zwischen Anforderungen und eigenen Bedürfnissen

Ursula Steinhhaeusser/Kerstin Hielscher

18.02.2013 Kommentare (1)

Pädagogische Fachkräfte kommen, wie alle Berufe, die mit Menschen arbeiten, immer in die Gefahr, sich selbst aufzugeben, wenn sie die Bedürfnisse der ihnen Anvertrauten berücksichtigen wollen. Wie mit diesem Dilemma umzugehen ist, beschreiben die Autorinnen.Wir übernehmen den Artikel mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von klein & groß.

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Balance zwischen Anforderungen und eigenen Bedürfnissen

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Kommentare (1)

Hilde Sauer 09 März 2013, 12:10

Die Gradwanderung zwischen Empathie und Abgrenzung im pädagogischen Alltag ist eine Herausforderung.
Dem Druck, der Erwartungshaltung gerecht zu werden, fordert eine notwendige innere Stärke. Das auszuhalten geht einher mit schlechtem Gewissen, Schuldgefühlen, die meist aus alten Mustern bestehen. Oft ist diese Haltung doch der Grund, weshalb man sich für den helfenden Beruf entscheidet.
Nicht nur Kinder, Eltern, Kolleginnen, auch Arbeitgeber, Vorgesetzte nutzten diese Bereitschaft aus. Wie oft muss auf Pausen, freie Tage, verzichtet werden, weil die Situation es angeblich erfordert. Die Belohnung? Man ist flexibel, hilfsbereit, kollegial, verständnisvoll.
Kein Wunder, dass in diesen Berufen Menschen dann langfristig ausfallen, psychisch erkranken oder als „nicht belastbar“ abgestempelt werden. Forderungen, die nicht umgehend erfüllt werden, oder einfach nicht sinnvoll sind, als „Arbeitsverweigerung“ gehandelt werden.
Das Multitalent einer Erzieherin hat zu funktionieren, immer richtig zu reagieren, einfach perfekt zu sein.Schlimm ist dies, wenn das auch auf das Team und die Kinder übertragen wird. „Das kannst du noch, das schaffst du schon...“ Wenn wir uns selbst nicht erlauben uns abzugrenzen, gestehen wir das dann den anderen zu?

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